Die Macht der simplen Worte

Die Macht der simplen Worte ist nicht zu unterschätzen

Worte leben. Worte haben Energie. Worte haben Macht. Besonders die Macht der simplen Worte sollten wir niemals aus den Augen verlieren. Dass es in jeder Kommunikation weniger darauf ankommt, wie der Sender einer Botschaft diese meint, sondern es sehr viel wichtiger ist, wie diese Botschaft beim Empfänger ankommt, ist ja bereits hinlänglich etabliert. Jeder Absender einer kommunikativen Botschaft sollte sich also im Sinne des „Verstanden-Werdens“ im Vorhinein überlegen, wie er oder sie diese Botschaft so klar wie möglich abliefern kann. Manche Menschen nutzen dazu gerne einfache Worte. Ich bin kein Fan von allzu simpler Sprache, sie langweilt mich. Ich finde sie platt und wenig inspirierend. Obwohl sie in gewissen Fällen ihren Nutzen hat.

Die simple Sprache mancher Politiker

Es bietet sich an, hier wieder einmal den 45. Potus als Beispiel heranzuziehen. Donald Trump ist ein Meister dieser „simplified language“. Und nein, das ist nicht als Kompliment gemeint. Zugegeben, auf Twitter, seinem bevorzugten Kommunikations-Universum, muss es kurz und knackig zugehen. Trotzdem ist es auch auf diesem Kanal sehr gut möglich, mit etwas sprachlichem Feilen und vor allem Denken!! Tweets hinzubekommen, die für die Twitter-Gemeinde lesenswert sind.

Die Macht der simplen Worte als bewusstes Steuermittel

Donald Trump kann das nicht. Oder will es nicht. Sein Twitter Account strotzt von kindhaften Aussagen wie: „North Korea is behaving very badly“ oder „Republicans coming together to save the day“. Das inzwischen zu trauriger Berühmtheit gewordene „very sad“ nicht zu vergessen.

Die Welt wird in Schwarz und Weiß, Gut und Böse geteilt. Wer nicht für mich ist, ist automatisch gegen mich. Alle sind Feinde, die Medien prinzipiell und überhaupt „fake“. Eine für diese Art der politischen Gewichtung sehr typische Einstellung. Das Fatale daran ist nur, Trump’s Zielgruppen, seine Hauptwähler, die lieben diese Sprache. Sie verstehen sie und fühlen sich durch sie angenommen. Deswegen haben diese simplen Worte sehr viel größere Macht als alle elaborierten und für mich absolut gottvoll geschriebenen Kolumnen und Analysen von Publikationen wie New York Times und Washington Post. Trump weiß in seiner rüden und polternden Simplizität sehr genau, was er tut. Das macht ihn und seine simplen Worte umso gefährlicher.

 

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