Kommunikation mit Souveränität

Kommunikation mit Souveränität

Nur Kommunikation mit Souveränität erzielt den Respekt des Publikums

In den letzten Wochen habe ich mir einige Gedanken gemacht über die richtige und situativ passende Kommunikation. Und dabei kam mir immer wieder der Begriff „Kommunikation mit Souveränität“ in den Kopf. Souverän denken und handeln sollte auch im souveränen und klaren Kommunizieren Ausdruck finden, meine ich.  Davon haben wir in der letzten Zeit leider nicht allzu viel gesehen. Ein Präsidentschaftskandidat aus Österreich, der bei der letzten, wichtigen TV-Debatte endlich sein wahres, unsouveränes Gesicht zeigt, den Gegner verbal  attackiert und dafür dann auch gleich die Antwort durch das Verlieren dieser Wahl erhält. Sicher war diese so eklatant mangelnde Souveränität nicht der einzige Grund für seinen hohen Stimmenverlust, aber sicher auch noch einmal ein wichtiges Zünglein an der Waage der Wählerschaft. Wer die Contenance verliert, verliert gleichzeitig den Respekt des Publikums.

Kommunikation mit Souveränität sieht anders aus

Auf der anderen Seite des Atlantiks twittert ein bereits gewählter, aber noch nicht angelobter Präsident aus vollem Herzen, was ihm gerade so einfällt. Und ganz sicherlich, ohne davor seine Berater zu konsultieren. Oder ohne zu überlegen, was wirtschafts- wie weltpolitisch und diplomatisch angebracht ist und was nicht. Seine Tweets scheinen unkoordiniert und unüberlegt. Gelebte kommunikative Souveränität sieht anders aus. Ich bin gespannt, ob und wie sich dieses unkontrollierte  Verhalten  nach der Angelobung entwickelt. Das Bild zu diesem Beitrag zeigt die unter anderem wichtigsten Eigenschaften, die es bei jeder Kommunikation zu aktivieren gilt. Dazu gehört es auf jeden Fall, vor dem Sprechen oder Schreiben genau zu evaluieren, dabei das richtige Maß zu finden und vor allem eine absolute und überlegte  Kontrolle über die eigenen Worte zu haben.  Aus meiner professionellen Sicht braucht Mr. Trump eine klare kommunikative Vorlage inklusive Themenschwerpunkte, zu denen er sich äußern „darf“. Ob er von der Persönlichkeit her allerdings jemand ist, der sich an vorgegebene Strategien hält, wage ich zu bezweifeln. Dieser „White House Communications Job“ ist für die betroffenen Mitarbeiter mit Sicherheit eine Art PR-Himmelfahrtskommando. Um diese Aufgabe ist niemand zu beneiden!

Selber souverän agieren und handeln

Wir können das alles zwar anmerken und staunend zur Kenntnis nehmen, wie öffentliche Figuren  ohne diese bereits erwähnte Kontrolle kommunizieren und so ganz und gar nicht für Kommunikation mit Souveränität stehen. Ändern daran können wir nichts. Ändern können wir nur etwas an der eigenen Souveränität. Und nicht nur beim Kommunizieren, sondern auch beim Tun. In diesem Zusammenhang lese ich gerade immer noch und immer wieder im aktuellen Buch von Stéphane Etrillard „Unternehmer Souveränität“. Auch und gerade als Unternehmer ist diese Souveränität im Denken und Handeln so wichtig, um nicht in den Stillstand zu geraten. Es ist leicht, sich auf vorhandenen Erfolgen auszuruhen und keine Entwicklung mehr anzustreben. Diese Lektüre regt an, genau dies nicht zu tun und immer weiter nach neuen Ansätzen und Denkweisen zu suchen. In diesem Sinne interpretiere ich das Wort Souveränität auch repräsentativ für meine geistige Freiheit als Unternehmerin. Die köstliche Freiheit, die Dinge so zu tun, wie ich sie mir vorstelle und wünsche.

Wo auch immer – ob im eigenen Unternehmen oder in der Politik – Kommunikation mit Souveränität ist das Gebot der Stunde erfolgreicher Menschen. Denn nur dadurch verdienen sie den Respekt ihrer Wähler, Kunden und sonstigen Stakeholder.

 

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